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Nicht die Haut ist schuld, wenn das Gesicht “absackt” und faltig wird. Die Ursachen sind vielfältig. Streuen sich vor dem 35sten Lebensjahr die Falten kreuz und quer durch das Gesicht, darf man getrost von einer selbst verursachten Faltenvermehrung sprechen oder von grober Fahrlässigkeit.
Frühzeitige Falten verdeutlichen vor allem eins: Im ganzen Körper vollziehen sich ein Jahrzehnt zu früh beachtliche Degenerationsprozesse. Falten kann man dann als Flehruf des Körpers werten: Ändere deine Lebenseinstellung oder Lebensweise.
Ursachen können sein: unnötige Sorgen und negative Gedanken, die um die Stirn verspannen und die Muskulatur verkrampfen lassen. Es kann auch eine miserable Ernährung sein, zu viel Säuren, die das Bindegewebe und die Muskulatur schwächen und zu wenig an basischen Mineralien.
Nicht selten fehlt es der Haut an Sauerstoff und Durchblutung, weil sich der Mensch zu wenig “aerob” bewegt. Viele Menschen trinken einfach zu wenig, entspannen nicht richtig oder lassen auf brutalste Art ihre Haut von der Sonne grillen. Das führt zu einem enormen Verlust an Zellen oder zu deren Schwächung. Schwache Zellen oder deren Verlust bewirken einen beschleunigten Alterungsprozess. Wer nun glaubt, das alles mit einer Nachtcreme oder ein paar Vitaminen ausgleichen zu können, der denkt zu kurz. Die Haut ist in ein synergetisches System eingebunden. Sie steht mit allen Organen in Verbindung. Jedes angegriffene Organ im Inneren des Körpers strahlt auf die Haut aus. Alle Schädigungen der Haut belasten auch innere Organe.
So muss es nicht sein - ab 40 macht bei vielen Menschen das Hormonsystem schlapp - aber so ist es nun mal. Schuld an den müden Hormonen ist die gewählte Lebensweise. Wer länger jung und gesund bleiben will, muss die Kuschelecke verlassen und richtig aktiv werden: gesünder essen, viel trinken, bewusst entspannen, freudiger denken, konsequent pflegen und regelmäßig sportlich in die Gänge kommen.
Je exzessiver wir leben, desto schneller nagt der Zahn der Zeit an uns. Der Körper hat zwar einige Reparatursysteme, doch diese wollen regelmäßig gewartet und versorgt werden, sonst lassen deren Wirkmechanismen im Laufe der Jahre nach.
Ab 40 sind zwei Systeme im Auge zu behalten: Hormonsystem und Immunsystem. Das Hormonsystem sorgt für Energie und Schwung, das Immunsystem dient der Gefahrenabwehr.
Falschernährung und Bewegungsmangel setzen dem Immunsystem etwa um die normale Lebensmitte sehr heftig zu. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass ein Drittel der Menschen ein zu hohes Defizit an wichtigen Nähr- stoffen aufweist, wie: Selen, Zink, Magnesium, den Vitaminen A, B6 und B12. Die Nahrung ist heute reich an Fetten, vorwiegend an Cholesterin und freien Fettsäuren. Damit werden beide Systeme behindert.
Hormone steuern unsere Freude, Sorgen, Gefühle, aber auch unseren Alterungsprozess. Sie sind die “Nachrichtenträger” zwischen den Organen. Diese Botenstoffe haben intensive Wirkungen und sehr knifflige Aufgaben zu erfüllen. Hormone sind die wirklichen Steuerstoffe in unserem Körper. Sie steuern unseren Geist, und mit unserem Gehirn können wir ihre Produktion erhöhen oder mindern. Kaum jemand weiß von ihnen mehr, als dass sie etwas mit “der schönsten Sache der Welt”, mit Liebe und Laune oder mit der plötzlichen Gewichtszunahme zu tun haben.
Das mag ein Grund dafür liefern, dass wir bei unserer Lebensgestaltung zu wenig beachten, was wir für eine optimale Hormonausstattung tun und las- sen müssen. Sorgen wir durch Bewegung, Entspannung, freudige Gedanken und gezielte Ernährung für ein Hormonpower, lässt sich der ganze Hormonspiegel lange jung halten.
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